Gut besuchte Kundenveranstaltung im Bitburger Haus Beda
Die Übergabe eines Unternehmens ist ein Prozess mit vielen Facetten, der rechtzeitig geplant werden sollte. Das ist das Fazit unserer Kundenveranstaltung, die unsere Volksbanken-Raiffeisenbanken des Eifelkreises Bitburg-Prüm gemeinsam mit der IHK Trier im Bitburger Haus Beda durchführten. Heinz Angermair – einer der führenden Fachleute Deutschlands zum Thema Vermögens- und Unternehmensnachfolge – zeigte auf, dass es in dem Prozess neben betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fragen auch darum ginge, die Altersvorsorge zu gestalten sowie den Familienfrieden zu sichern.
Jedes Jahr werden 71.000 Betriebe mit über 900.000 Beschäftigten übergeben. 5.000 Familienbetriebe müssten, so Angermair, schließen, weil kein Nachfolger gefunden würde. Anschauliche Praxisbeispiele zeigten die Wichtigkeit, sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen. So könne beispielsweise ein Unfall des Firmeninhabers ganz schnell den Betrieb sowie die Familie um die Existenz bringen, wenn keine Regelungen getroffen seien.
Die humorvolle Einleitung in das ernste Thema übernahm Franz-Josef Euteneuer. Er plauderte buchstäblich aus seinem mitgebrachten Nähkästchen und setzte den 180 Zuhörern pointiert den Spiegel vor, indem er sich mit den menschlichen Fragen der Übergabe und des Loslassens beschäftigte.
In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Alexander Houben, sprachen Bankenvertreter, IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel und Birgit Lonien vom Dudeldorfer Unternehmen Elm-Pastic über die Fragen, die sich in der praktischen Umsetzung einer Unternehmensnachfolge ergeben. „Bei uns ging das reibungslos vonstatten, da wir bereits Jahre vorher mit der Planung begonnen hatten und schrittweise Verantwortung übernahmen“, so die Übernehmerin Lonien. Auch die Kammern böten Unterstützung an. Rössel wies auf die Betriebsbörse hin, in der gezielt nach potenziellen Nachfolgern recherchiert werden könne, falls keine Lösung in der Familie oder im Betrieb in Sicht sei. Die Genossenschaftsbanker Walter Sicken und Markus Christmann erläuterten, dass es wichtig sei, dass sich Unternehmer, Banker und Steuerberater gemeinsam an einen Tisch setzen, um den Prozess zielsicher zu planen und zu steuern.
Sie haben Fragen zum Thema Unternehmensnachfolge, wünschen weitere Informationen oder ein persönliches Gespräch? Dann rufen Sie uns an. Unsere Experten stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat beiseite.
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