Die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Eifelkreis Bitburg-Prüm sehen sich und ihr solides seit über 100 Jahren bewährtes Geschäftsmodell auch im Jahr zwei der Finanzkrise bestätigt. „Das Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden in die Genossenschaftsbanken vor Ort ist weiter gewachsen“, resümierte Bankleitersprecher Rainer Berlingen am Montag (22. Februar) beim traditionellen Jahrespressegespräch in den Räumen der Raiffeisenbank Irrel. Auch seine Vorstandskollegen der Volksbanken und Raiffeisenbanken Hans-Peter Bell, Rudolf Krein und Edwin Jacobs präsentierten mehr als zufrieden die Bilanzzahlen 2009 der fünf Genossenschaftsbanken. Zahlen, die sich sehen lassen können.
Danke für größtes Kundenvertrauen: v.l. Hans-Peter Bell, Rainer Berlingen, Edwin Jacobs, Rudolf Krein
Plus bei Krediten
Erfolgszahlen in allen Sparten, so konnte Edwin Jacobs die Entwicklung zusammenfassen, „Alle Charts mit klarem Trend nach oben.“ Nach dem Motto „Aus der Region für die Region“ haben die Banken die ihnen anvertrauten Kundengelder überwiegend für private und gewerbliche Investitionsvorhaben in der Umgebung zur Verfügung gestellt. Ende 2009 haben sie knapp über eine Milliarde Euro an ihre Mitglieder und Kunden weitergeleitet. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von einem Prozent. „Ein gutes Ergebnis“, fasste Berlingen zusammen. Von Kreditklemme könne also keine Rede sein. „Wir haben unsere Kredite für die heimische Wirtschaft auf dem hohen Niveau der Vorjahre gehalten“, so der Bankleitersprecher. Zur Gewinnung regenerativer Energien, für Sanierungen von Wohneigentum, für mittelständische Projekte und Maßnahmen der heimischen Landwirtschaft haben die Banken 642 Anträge auf öffentliche Förderungen mit neuen Förderkrediten von 56 Millionen Euro im Bestand. Im Vergleich zu 2008 ist das ein Plus von 30 Prozent bei den Anträge und ein Plus von 50 Prozent beim Kreditvolumen.
Das Vertrauen, das die Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Region genießen, lässt sich auch an der Entwicklung im so genannten Einlagengeschäft ablesen. Zum Jahresende 2009 haben die Mitglieder und Kunden 1,18 Milliarden Euro angelegt. Ein Zuwachs von 0,7 Prozent im Vergleich zu 2008. Berlingen: „Damit übertrifft das bei uns angelegte Vermögen unsere Ausleihungen. Ein Zustand, von dem Finanzkonzerne und Internetinstitute nur träumen können. Für uns aber und für unsere Kredit- und Anlagekunden bedeutet er Sicherheit und Verlässlichkeit.“
Nr. 1 im Kundenvertrauen
Aufwärts ging es auch mit den Mitgliederzahlen: Über 1.700 neue Anteilseigner ließen die Gesamtzahl der Volksbank- und Raiffeisenbank-Teilhaber auf fast 42.500 ansteigen. „Von unserer Arbeit und vom Wert der genossenschaftlichen Idee konnten wir zahlreiche Menschen überzeugen“, zeigte sich Jacobs erfreut. Außerdem konnten die Banken über 2.600 neue Kunden gewinnen und betreuen nun die Finanzen von fast 111.000 Menschen. Und Bell von der Raiffeisenbank Irrel fügte hinzu: „Unsere Beratungsqualität bestätigen nicht nur unsere Kunden und Mitglieder. Auch landesweite Studien belegen dies“. So notierte TNS Infratest in Interviews, dass Verbraucher die Beratung der Genossenschaftsinstitute zu knapp 95 Prozent mit „ausgezeichnet“, „sehr gut“ oder „gut“ bewerten. Und laut „Performance Monitor deutscher Banken“ sind die Genossenschaftsbanken die Nummer eins bei Kundenvertrauen, Kundenfokus, Kundennutzen und Kundenloyalität. „Willkommen bei der Nr.1 steht deshalb jetzt auf Plakaten in unseren Geschäftsstellen“, so Bell selbstbewusst. Seit Anfang des Jahres müssen die Banken der neuen Protokollierungspflicht in der Beratung nachkommen. Berlingen: „Diese Verschärfung der Pflichten in der Beratungsdokumentation ist für uns an sich überflüssig. Traditionell und aus genossenschaftlicher Aufgabenstellung heraus haben wir schon immer mit ganzheitlicher Beratung für Transparenz und größtmögliche Sicherheit gesorgt.“
30 Auszubildende
Mit 495 Beschäftigten (Vorjahr: 491) ist die Mitarbeiterzahlen gestiegen. Gewachsen ist auch die Zahl der Auszubildenden: 35 junge Menschen lernen bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken, im Vorjahr waren es noch 33. Die in 2009 gezahlten Gewerbesteuern von 1,6 Millionen Euro und die geleisteten Gehaltszahlungen von über 13 Millionen Euro zeigen welchen Beitrag die Volksbanken und Raiffeisenbanken für die regionale Wirtschaft leisten. Das Bankstellennetz ist nach wie vor eng geknüpft: Zum Jahresende sind die Kreditgenossenschaften für ihre Mitglieder und Kunden mit 56 Geschäftsstellen präsent.